4.9
Was? Schon 17 Tage unterwegs? Nur noch 12 to go? Nur noch 3 Städte? Schlimm wie die Zeit vergeht. Andrerseits bin ich jetzt
nicht sooo traurig drüber, denn ich bin schon absolut bereit wieder heim zu kommen.
Heute morgen gings also um 5 Uhr los,hab ein Taxi für 5.30 bestellt und wir haben dann vor dem Haus gewartet. Taxi deshalb,
weil die Busse so früh morgens noch nicht gefahren sind. Ok es wurde 5.30 und kein Taxi in Sicht. Niice. Es wurde 5.35 und noch
immer keins da. Ich hab dann nochmal bei denen angerufen und gefragt ob die überhaupt schon eins losgeschickt haben und
die Frau hat gemeint sie schaut mal nach und hat mich auf Hold gesetzt. Ich glaub ich war fast 5 min auf Hold, dann hab ich
aufgelegt. Ok was solln wir jetzt machen?! Ich hab dann einfach meinen Ipod ausgepackt und nachdem wir ja eh noch beim Haus
standen und ich Wifi empfangen konnte, hab ich dann bei google andre Taxiunternehmen gesucht. Hab dann eins angerufen und
10 min später waren die dann auch da. Zum Glück hatten wir einen Zeitpuffer eingeplant, und so kamen wir genau rechtzeitig
bei der Busstation an. Diesmal hatten wir nur eine ca. 12 stündige Busfahrt vor uns, was nicht so schlimm war. Es verging auch
alles wieder ohne Probleme. Wir mussten 2 mal den Bus wechseln, und einmal durften wir sogar mit einem neuen
Greyhoundbus fahren :D Jeder der die alten Busse kennt weiß was für ein Luxus das is ;) Vorallem weils dort Internet und
Steckdosen drin gibt! Der letzte Bus der uns dann nach New Orleans gebracht hat war richtig voll. Da is mir dann erst so
bewusst geworden mit was für Leuten man da im Bus sitzt haha. Man fährt da mit Gangstern, Familien, alten und jungen Leuten,
armen und ok nicht reich aber wohlgabenderen. einfach alles vertreten. Ich bin neben so einem komischen Chinesen mit
Strohhut und ohne Schuhe gesessen, der die ganze Zeit komische Schnaufgeräusche von sich gegeben hat.
Kurz vor New Orleans sich auch die Landschaft geändert, und wir sind durch diese typische "Sumpflandschaft" gefahren.
Voll interessant und was ganz anderes zum sonstigen Überland.
Kurz vor 8 pm sind wir dann in New Orleans angekommen. Achja was ich noch vergessen hab zu erzählen. Als wir Dallas
verließen, hatten wir noch keine Unterkunft für Samstag, also dem Tag an dem wir in Nola (New Orleans Louisiana) ankamen.
Das lag daran das wir durch Couchsurfing niemanden gefunden hatten und auch die Hostel alle ausgebucht waren für den Tag
(wie wir später erfahren haben lag das daran das ein Gay-Festival grade statt fand dieses Wochenende). Ich hab aber während
der Busfahrt bei einigen Hostels angerufen und gefragt ob sie nicht doch noch was frei haben und bei einem Guesthouse
hatten sie dann tatsächlich noch Zimmer frei. Also nach unsrer Ankunft am Busterminal sind wir dann zu diesem Guesthouse
gefahren. Haben eingecheckt und sind dann auch gleich aufs Zimmer. Schon auf dem Weg dahin schwahnte uns böses. Wir wurden
auch von kleinen Krabbeltierchen am Gang begrüßt. Als wir die Tür zu unsrem Zimmer geöffnet haben, traf uns auch der schlag.
Es sah echt runtergekommen und nicht sauber aus und auch die Luft darin war einfach nur grauslig. Aber es gab keinen Refund,
das hat uns das Schild bei der Rezeption gleich gelernt. Ok Carina und ich dachten uns dann einfach, ok lass uns zur Bourbon
Street gehen (berühmte Straße in Nola mit vielen Bars usw.) und einfach gaaanz spät nach Hause kommen damitwir nicht viel Zeit
in dem Zimmer verbringen müssen. Für die 2 darauf folgenden Nächte hatten wir nämlich schon ein andres Hostel gebucht, nur für
die eine Nacht war da leider nichts mehr frei.
Oke wir also zu der Partystraße gelaufen, da gings echt ab :) Vorallem weil ja auch Gayfest war hihi. Da laufen echt
sehr lustige Gestalten rum. Was ganz eigenes hier in Nola ist folgendes: Die Häuser hier sind alle so gebaut das sie auf der
Hausfront die auf die Straße geht balkone haben. Dort stehen immer wenige bis viele Menschen oben mit Ketten in der Hand,
vergleichbar mit diesen Perlenketten die wir am Christbaum hängen haha. In allen Farben. Ok und nun müssen die leute die unten
vorbeigehen und so eine Kette haben wollen den Leuten am balkon ihren nackten Oberkörper zeigen.Oder zumindest das Shirt hochheben haha.
Und wenn das den Leuten am Balkon gefällt werfen sie dann die Ketten nach unten. Find das voll lustig, und wir haben viele
Ketten mit nach Hause gebracht, was nicht heißt das wir uns immer ausgezogen haben ;) Manchmal hat man halt auch Glück
und fängt die so :P
Nachdem wir die Straße dann abgelaufen sind (by the way: Nola stinkt voll! also auf den straßen ih) mussten wir schon
dringend aufs Klo und sind dann zum nächsten McDonalds gelaufen. Auf dem Weg dahin haben wir das Sheraton Hotel gesehen.
Carina meinte dann so zu mir "Ok Bettina, wir gehen jez ins Sheraton und fragen wieviel das billigste Zimmer kostet und wenns
nicht zu viel is nehm ichs, weil in der bruchbude will ich echt nicht schlafen". Haha also sind wir einfach in das Hotel
reinspaziert und haben nachgefragt. Der Typ war echt lieb und hatte ein tolles Angebot für uns (vllt auch nur weils mittlerweile
schon fast 1 Uhr Nachts war lol) und so landeten wir die Nacht im 49ten Stock in einer Sheraton Suite :D Mit super geilen
Ausblick, eigene Küche, Esstisch, Fernseher, und Ausziehsofa haha. Warum Sofa fragts ihr euch jez sicha. Das Zimmer war eigentlich
nur ein Extrazimmer zum andren Teil der Suite, also sagen wir mal wenn eine Familie dahin zieht schlafen die Eltern im
eigentlichen Schlafzimmer und die Kinder zb in dem Teil in dem wir geschlafen haben, dieser Teil stellt eigentlich eher das
Wohnzimmer dar. Aber es war echt schöön und tausend mal besser als in dem Käferzimmer lol. Das einzige Problem das wir davor noch
hatten war, das unsre Koffer usw ja noch im andren Hotel waren. Aber egaal, haben ein Taci bestellt und schnell die Koffer geholt,
der Typ an der rezeption in dem grausligen Hotel hat nicht mal was gesagt das wir mitten in der Nacht auschecken, und ab gings
zurück zum Sheraton wo wir dann suuuper geilen Schlaf nachholen durften :)
5.9
Nach der letzten Nacht haben wir dann bis zur letzten Minute ausgeschlafen, denn um 12 Uhr Mittags mussten wir ja schon
wieder auschecken. Danach haben wir uns auf der Canal Street in ein Cafe gesetzt und gefrühstückt. Nächster Stop war dann das Hostel.
Wir wollten eigentlich zu Fuß hinlaufen, was ein 30 Minuten Walk gewesen wäre, aber zuerst sind wir gleich mal in die falsche
Richtung gelaufen. Als wir dann auf dem richtigen Weg waren, wurde uns bewusst das das mit dem ganzen Gepäck doch riichtig anstrengend
ist. irgendwann hielt dann ein Taxi neben uns an und hat gefragt ob er uns mitnehmen soll. Wir haben dann einstimmig
beschlossen das wir einfach das Taxi jetzt nehmen, weil es war auch richtig heiß und einfach nur anstrengend (und noch weeeit
zu gehen). Haben auch echt nicht viel gezahlt, weils mit dem Auto nicht so weit war. Im Hostel angekommen hat uns gleich
wieder der Schlag getroffen, denn von außen sahs echt nicht toll aus. Aber innen drinnen wurden wir dann echt überrascht und
es is auch super angebracht für den Preis den wir hier zahlen (17$ pro Nacht). Auch die Hostelbetreiber sind super lieb und
haben uns gleich alles erklärt. Haben uns dann erstmal ein bisschen ausgeruht im Zimmer und später sind wir zum nahen
Walmart, einkaufen gegangen. ich werde die riesen Lebensmittel Geschäfte hier sooo vermissen!!!! :( Haben uns dann mit Essen
für die nächsten Tage eingedeckt.
Am Abend wollten wir dann in eine nahe gelegene Straße auf der es angeblich Retsaurants gibt, aber irgendwie war dort nichts los
und so sind wir dann ins berühmte French Quarter gefahren. Carina hatte richtig Bock auf Chinesisch, also haben wir uns
auf Chinesen-Suche begeben. War gar nicht so einfach! Aber irgendwann, nach einem lieben Tipp von einer Verkäuferin im
Souvenier-Shop, haben wir dann einen Chinesen gefunden. War auch wirklich billig aber gut! Das erste richtige Essen in Tagen ;)
(sonst ernähren wir uns nur ganze Zeit von Snacks).
Irgendwann sind wir dann wieder zum Hoste gefahren, mit so einer alten Streetcar, schaut so aus wie die die man aus
San Francisco kennt. Also new Orleans ist schon eine interessante Stadt! und man sieht meiner meinung auch keine
Nachwirkungen von Kathrina mehr. Zumindest in den Stadtteilen in denen wir uns bewegt haben.
Montag, 6. September 2010
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